Brustkrebs

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Welche Behandlungsmethoden gibt es bei Brustkrebs?

Wie eine Brustkrebserkrankung idealerweise zu behandeln ist, hängt vom jeweiligen Tumor ab und wird im persönlichen Gespräch mit der Patientin besprochen. Häufig besteht die Therapie aus einer Kombination verschiedener Behandlungsbausteine:

Chemotherapie: Eine Chemotherapie kann schon vor einer Operation sinnvoll sein, um den Tumor zu verkleinern. Meistens folgt die Chemotherapie im Anschluss an die Operation, um eventuell noch vorhandene Krebszellen zu vernichten.

Antikörpertherapie: HER-2/neu-positiven Patientinnen steht eine spezifische Therapie zur Verfügung (Herceptin bzw. Trastuzumab®). Zur Verlaufskontrolle einer Herceptin- oder auch einer anderen Chemotherapie kann der HER-2/neu-Wert aus Blut (HER 2 steht für humaner epidermaler Wachstumsfaktorrezeptor 2) eingesetzt werden. Der Vorteil des Tests: HER-2/neu kann zu jedem Zeitpunkt der Erkrankung im Blut bestimmt werden und liefert wertvolle Informationen über den Erkrankungsverlauf.

Operation: Im Vergleich zu früher wird heute – wenn möglich – brusterhaltend operiert. Langzeitstudien ergaben, dass in der Regel damit kein nennenswert erhöhtes Risiko einer erneuten Krebserkrankung verbunden ist[2].

Strahlentherapie: Nach einer brusterhaltenden Operation sollte eine Strahlentherapie der Restbrust erfolgen, um kleine Tumorreste zu zerstören[3]. So kann die Wahrscheinlichkeit eines Wiederauftretens (Rezidiv) der Krebserkrankung deutlich gesenkt werden.

Hormontherapie: Manche Brustkrebsarten wachsen besonders aggressiv, wenn bestimmte Hormone vorhanden sind. Über Medikamente können diese Hormone ausgeschaltet und so das Tumorwachstum gebremst werden.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass nach dem Auftreten einer Brustkrebserkrankung auch nach erfolgreicher Therapie regelmäßige Nachsorgetermine wahrgenommen werden sollten, um ein eventuelles Wiederauftreten möglichst früh zu erkennen.

Quellenangaben
[2] M. K. Ramadhani u. a.: Innate left handedness and risk of breast cancer: case–cohort study. In: BMJ 331, 2005, S. 882–883. doi:10.1136/bmj.38572.440359.AE.doi. PMID 16186135

[3] AWMF S3-Leitlinie, Deutsche Gesellschaft für Senologie e.V., Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) unter Beteiligung der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): Brustkrebs-Früherkennung, Registernummer 077 - 001, Stand: 01.02.2008 , gültig bis 28.02.2013