Prostatakrebs

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Welche Behandlungsmethoden gibt es bei Prostatakrebs?

Die Behandlung von Prostatakrebs richtet sich nach der Größe des Tumors, ob er noch lokal auf die Prostata begrenzt ist oder ob sich bereits Metastasen gebildet haben. Andererseits spielt aber auch das Alter des Patienten eine Rolle: Da Prostatakrebs mit zunehmendem Alter nur noch sehr langsam weiterwächst, beschränkt sich die Therapie bei Männern über 75 häufig auf die sogenannte „aktive Überwachung“. Dabei werden engmaschig Kontrolluntersuchungen durchgeführt, auf eine weitergehende Therapie wird jedoch zunächst verzichtet.

Sollte der Tumor schon weiter fortgeschritten sein, ist eine Therapie meist unumgänglich. In Betracht kommen hier die radikale Prostataentfernung oder die Strahlentherapie. In der operativen Therapie wird der Operateur neben der Prostata auch die Samenblasen und benachbarte Lymphknoten entfernen. Leider kommt es infolgedessen bei manchen Männern zu Impotenz und Inkontinenz.

Als hinsichtlich der Heilungschance gleichwertig anzusehende Alternative steht eine Strahlentherapie zur Verfügung. Dabei stehen zwei Behandlungsmethoden zur Wahl: Eine Bestrahlung von außerhalb des Körpers (perkutane Strahlentherapie) mit meist anschließender zeitlich begrenzter Hormontherapie oder das Freisetzen von Strahlung über sogenannte Seeds (Brachytherapie). Seeds sind kleine kurzstrahlende Elemente, die mittels Punktionsnadeln unter Ultraschallüberwachung direkt im Tumorgewebe positioniert werden und den Tumor von innen heraus zerstören. Mögliche Nebenwirkungen der Strahlentherapie sind eine Schädigung der Schleimhaut des Enddarms oder der Harnblase. Zusätzlich können in gewissem Umfang auch Inkontinenz und Impotenz auftreten.

Gute Erfolge lassen sich auch oft mit einer Hormonentzugstherapie erzielen. Sie macht sich die Tatsache zunutze, dass ohne die Zufuhr von Testosteron das Tumorwachstum gebremst wird oder sich sogar auf Jahre hinaus stoppen lässt. Sie erhalten dann hormonunterdrückende Medikamente in Form einer Depotspritze oder zum Einnehmen. Mögliche Nebenwirkungen gerade zu Beginn der Therapie sind Hitzewallungen, eine verminderte Libido oder Einschränkungen der Potenz.

Ist eine Chemotherapie nötig, um das Wachstum des Tumors bei metastasierter Tumorsituation zu verzögern, müssen Sie mit umfangreicheren Nebenwirkungen rechnen. Eine Chemotherapie hat auf alle sich schnell teilenden Zellen des Körpers Einfluss. Übelkeit, Appetitverlust und Erbrechen sowie ein vorübergehender Haarverlust können die Folge sein.

Generell gilt: Je frühzeitiger Prostatakrebs erkannt wird, desto besser sind Ihre Heilungschancen. Doch selbst wenn die Erkrankung schon weiter fortgeschritten ist, lässt sich Prostatakrebs in den meisten Fällen gut kontrollieren, so dass Sie trotz Krebs noch lange weiterleben können.