Prostatakrebs

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Wie kann ich Prostatakrebs selbst erkennen?

In der Regel spüren Sie nicht, dass Sie Prostatakrebs haben. Lediglich sehr große Tumoren, die auf den Enddarm drücken können, sowie Metastasen in anderen Körperregionen verursachen Schmerzen. Beschwerden wie Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder Blutarmut treten in der Regel ebenfalls erst im fortgeschrittenen Stadium auf. Prostatakrebs selbst frühzeitig zu erkennen, ist daher fast nicht möglich.

Das gesetzliche Früherkennungsprogramm für Prostatakrebs richtet sich in Deutschland an alle Männer ab 45[4]. Sie können sich dann einmal pro Jahr kostenlos auf Prostatakrebs untersuchen lassen. Ihr Arzt tastet dabei die Genitalien, die dazugehörigen Lymphknoten in der Leiste und die Prostata selbst vom Enddarm aus ab. Der Nachteil dieser Untersuchung besteht darin, dass Ihr Arzt auf diesem Wege nur relativ große Tumoren der Prostata ertasten kann. Kleinere Krebsherde, die besser behandelt werden könnten, bleiben meist unentdeckt. 

Was Sie noch wissen sollten

Eine vergrößerte Prostata ist meist Resultat einer gutartigen, altersbedingten Wucherung. Unangenehme Begleiterscheinung: häufiger Harndrang, da eine vergrößerte Prostata Druck auf die Harnröhre ausübt. Unter Umständen können auch Blasenentzündungen entstehen, wenn die Blase sich nicht mehr vollständig entleeren lässt. So lästig diese Symptome auch sein mögen, sie sind in der Regel kein Anzeichen für Prostatakrebs: Bösartige Veränderungen der Prostata bilden sich nämlich meist auf der dem Darm zugewandten Seite und üben daher keinen Druck auf die Harnröhre aus.

Quellenangaben
[4] Robert Koch-Institut: Heft 36 Prostataerkrankungen - Gesundheitsberichterstattung des Bundes.