Herzinfarkt

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Welche Risikofaktoren gibt es für einen Herzinfarkt?

Die einem Herzinfarkt zu Grunde liegende Erkrankung ist die sogenannte Koronare Herzkrankheit (KHK). Darunter versteht man die Ablagerung von Plaques in der Wand der Herzkranzgefäße. Das Krankheitsgeschehen kann bereits im zweiten Lebensjahrzehnt beginnen und verursacht oft jahrzehntelang keinerlei Beschwerden. Im Laufe der Jahre kommt es so unbemerkt zu einer zunehmenden Verengung der Herzkranzgefäße. Ist das Gefäßlumen um mehr als 50 Prozent verengt, wird der Blutfluss reduziert und der abhängige Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Betroffene verspüren dann zunächst bei körperlicher Belastung, später aber auch in Ruhesituationen Beschwerden wie Schmerzen im linken Brustkorb mit Ausstrahlung in den linken Arm, ein Druckgefühl im Brustkorb oder Atemnot. Dieser Symptomkomplex heißt Angina pectoris.

Wie aber kommt es zur Plaquebildung in den Herzkranzgefäßen, die das Herz mit sauerstoffreichem Blut versorgen? Als Hauptrisikofaktoren gelten Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, zu wenig Bewegung und auch Rauchen. Doch auch das Alter spielt eine Rolle: Wenn Sie als Mann über 45 sind und als Frau älter als 55 sollte ein Gesundheits-Check bei Ihrem Hausarzt ein jährlicher Pflichttermin sein. Falls Ihr Arzt bei Ihnen eine Anhäufung der genannten Risikofaktoren feststellt, wird er zunächst ein EKG anfertigen, das erste Hinweise auf das Vorliegen einer KHK liefern kann. Die nächste Stufe der Abklärung ist meist ein Belastungs-EKG. Sollten hierbei Auffälligkeiten auftreten oder andere Gründe dafür sprechen, wird Ihr Arzt Sie zur weiteren diagnostischen Abklärung und Behandlung an einen Kardiologen überweisen.

Mitunter kann auch eine genetische Vorbelastung einen Herzinfarkt begünstigen. Das gilt insbesondere dann, wenn bei einem oder mehreren Familienmitgliedern bereits in jungen Jahren eine KHK diagnostiziert wurde oder gar ein Herzinfarkt aufgetreten ist. Allerdings gibt es noch zuwenig Informationen zu diesem Gebiet, sodass Gentests nicht empfohlen werden.

Sie selbst können mit dazu beitragen, einem Herzinfarkt vorzubeugen. Achten Sie nicht erst im fortgeschrittenen Alter auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung (ca. 3-mal pro Woche 30 bis 45 Minuten), vermeiden oder reduzieren Sie Übergewicht und verzichten Sie auf Zigaretten.
Und essen Sie Schokolade. Auf dem diesjährigen Europäischen Kardiologenkongress wurde die Analyse von sieben wissenschaftlichen Studien vorgestellt, die zeigte, dass der mäßige Genuss von Schokolade das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, um ca. 30 % vermindert! Und ein (!) Gläschen Wein pro Tag scheint auch positiv zu sein.