Herzinfarkt

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Welche Untersuchungsmethoden gibt es bei einem Herzinfarkt?

Bei einem Herzinfarkt muss so schnell als möglich die richtige Diagnose gestellt werden, um die adäquate und oft lebensrettende Behandlung möglichst früh einleiten zu können. Zur Basisdiagnostik zählen neben Anamnese und körperlicher Untersuchung insbesondere die Elektrokardiographie (EKG) und der sogenannte Troponin-Test. Das EKG zeigt die elektrische Aktivität des Herzens, die bei einem Herzinfarkt in der Regel charakteristische Veränderungen im Vergleich zum Normalzustand aufweist. Troponin ist ein wesentliches Strukturprotein, das nur in Herzmuskelzellen vorkommt; sterben diese ab, so kommt es zu einem pathologischen Anstieg der Troponine im Blut.

Sowohl EKG als auch Troponin-Test zeigen aber oft erst vier bis sechs Stunden nach Einsetzen der Symptome herzinfarkttypische Veränderungen. Wenn bei einem Patienten der Verdacht auf einen akuten Herzinfarkt besteht, EKG- und Labordiagnostik aber zunächst keinen entsprechenden Befund geliefert haben, werden daher ergänzend weitere Diagnosemethoden eingesetzt. Mittels Herzultraschall (Echokardiographie) oder einer kardialen MRT-Untersuchung lässt sich z. B. nachweisen, ob Herzmuskelareale eventuell nicht mehr kontrahieren. Dies wäre ein weiterer Hinweis auf einen Herzinfarkt. Die Darstellung der Herzkranzgefäße ist in dieser Situation natürlich von großem Nutzen. Dies kann heute nicht nur mittels einer Herzkatheteruntersuchung geschehen, sondern auch mittels Computertomographie. Findet sich ein Koronarverschluss ist die Diagnose eines Herzinfarktes gesichert, und die entsprechende Therapie kann eingeleitet werden.

In manchen Fällen führt ein Herzinfarkt auch zu Herzrhythmusstörungen.

Sind diese besonders ausgeprägt wie beim sogenannten Kammerflimmern, kann es in der Folge zum plötzlichen Herztod kommen. Bei Verdacht auf einen Herzinfarkt bleiben Sie daher die ganze Zeit über an ein EKG-Gerät angeschlossen, das bei Auffälligkeiten sofort Alarm gibt.