Darmkrebs

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Welche Behandlungsmethoden gibt es bei Darmkrebs?

Bei der Behandlung von Darmkrebs steht die vollständige operative Entfernung des Tumors im Vordergrund. Bei fortgeschrittenen Tumoren des Dickdarms die operativ nicht primär entfernt werden können, kann eine vorherige Chemotherapie zur Verkleinerung des Tumors und damit Verbesserung der operativen Möglichkeiten erwogen werden. Speziell bei Tumoren des Mastdarms wird bei einer lokal fortgeschrittenen Situation eine Strahlentherapie oder Strahlenchemotherapie empfohlen, um im Anschluss eine komplette operative Entfernung des Tumors zu ermöglichen.

Wie viel Darm und versorgende Blut- und Lymphgefäße entnommen werden müssen, hängt von der individuellen Situation und der genauen Lage des Tumors ab. Entscheidend ist, dass der gesamte Tumor mit einem gewissen Sicherheitsabstand entfernt wird. Da das Risiko besteht, dass sich in benachbarten Lymphknoten Metastasen bilden könnten, wird das mit dem erkrankten Darmabschnitt in Verbindung stehende Lymphgewebe bei der Operation mit entfernt und auf krankhafte Zellen untersucht. Sollten im Vorfeld weitere Metastasen z. B. in der Leber entdeckt worden sein, werden diese nach Möglichkeit ebenfalls operiert.

Unter Umständen braucht es nach der Operation eine gewisse Zeit, bis Sie die vollständige Kontrolle über Ihre Darmentleerung zurückerlangen. Teilweise muss während der Wundheilung vorübergehend auch ein künstlicher Darmausgang (Stoma) angelegt werden. Wenn der Tumor im unteren Bereich des Mastdarms liegt, bleibt manchmal nichts anderes übrig, als den Schließmuskel ebenfalls zu entfernen. Dann werden Sie leider dauerhaft auf einen künstlichen Darmausgang angewiesen sein. Studien haben jedoch gezeigt, dass Patienten, die nach einem Rektumkarzinom ein Stoma bekamen, einige Zeit später in etwa mit dem Behandlungsergebnis und den Folgen für ihren Alltag ähnlich zufrieden waren wie Patienten ohne künstlichen Darmausgang[3].

In Abhängigkeit vom abschließenden Tumorstadium und Vorliegen von Risikofaktoren wie z.B. Einbruch des Tumors in Blut- oder Lymphgefäße muss über die Notwendigkeit einer anschließenden Chemotherapie entschieden werden. Diese dient dazu das Risiko eines Tumorrückfalls zu reduzieren.
Sollten bei Ihnen bereits Metastasen vorliegen, die nicht operativ entfernt werden konnten, muss eine Chemotherapie angeschlossen werden.

Zur Nachsorge und Kontrolle müssen Sie sich in den ersten Jahren nach der Operation regelmäßig einer Darmspiegelung unterziehen. Ergänzend können wie schon bei der Diagnose weitere Untersuchungsmethoden angewandt werden. Dazu zählen neben Ultraschall die Magnetresonanztomographie (MRT), die Computertomographie (CT) und Röntgenuntersuchungen sowie die Kontrolle des Blutes auf Tumormarker (CEA) im Labor. Sie tragen mit dazu bei, ein mögliches Wiederauftreten des Darmkrebses (Rezidiv) bereits in einem sehr frühen Stadium zu erkennen.

Quellenangaben
[3] Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ) http://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/darmkrebs/operation.php