Schlaganfall

Schlaganfall
 
Ihr Kontakt zu uns

Welche Behandlungsmethoden gibt es bei einem Schlaganfall?

Die Behandlung eines Schlaganfalls richtet sich nach seiner Ursache und konzentriert sich in der Akutphase darauf, in den betroffenen Gehirnregionen schnell wieder für eine ausreichende Durchblutung zu sorgen. Durch eine Infusion mit speziellen blutverdünnenden Medikamenten (Thrombolytika) versuchen die Ärzte bei einem Gefäßverschluss bedingten Schlaganfall das Blutgerinnsel aufzulösen. Ist hingegen eine Gehirnblutung die Ursache des Schlaganfalls, dürfen selbstverständlich keinesfalls blutverdünnende Medikamente gegeben werden. Die Behandlung orientiert sich hier an der Größe der Blutung und deren Lokalisation im Gehirn. Unter Umständen muss vorübergehend ein Teil der Schädeldecke entfernt werden, um den Druck auf das Gehirn zu reduzieren.

Ein Schlaganfall ist immer eine lebensbedrohliche Situation. Durchblutung und Stoffwechselfunktionen werden daher meist intensivmedizinisch überwacht. Kontrolliert werden dabei alle wichtigen medizinischen Werte wie Herzfrequenz, Blutdruck, Atmung, Blutzucker, Körpertemperatur, Hirn- und Nierenfunktion, das Wasser- und Elektrolytgleichgewicht sowie der Säuren-Basen-Haushalt. Das gelingt am besten in spezialisierten Schlaganfall-Stationen, auch „Stroke Units“ genannt.

Auch was die an die Akutbehandlung anschließenden ersten Rehabilitationsmaßnahmen angeht, sind Sie in einer Stroke Unit optimal versorgt. Je eher und intensiver nach einem Schlaganfall mit einem individuellen Training auf neurologische Defizite reagiert wird, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie nur kleinere Einschränkungen davontragen. Natürlich richtet sich der Trainingsbeginn nach dem Allgemeinzustand bzw. der Schwere des erlittenen Schlaganfalls.

In der Regel lohnt sich die 4- bis 6-wöchige Rehabilitation für nahezu alle Patienten. Forscher gehen nämlich davon aus, dass andere Gehirnareale die Funktionen der geschädigten Bereiche bis zu einem gewissen Grad erlernen und übernehmen können. Jüngere Betroffene machen dabei im Allgemeinen schnellere und größere Fortschritte als ältere Patienten. Sind die Folgen des Schlaganfalls jedoch zu schwerwiegend, kann auch eine Rehabilitation in einer Spezialklinik kaum etwas bewirken. In solchen Fällen werden Patienten meist nach Hause oder in eine Pflegeeinrichtung überwiesen. Mit dieser neuen Lebenssituation umzugehen, ist eine immense Herausforderung, auch für Angehörige. Suchen Sie sich in diesem Fall jede mögliche Unterstützung.