Nuklearmedizin – Molekulare Bildgebung

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Welche Risiken bestehen bei nuklearmedizinischen Bildgebungsverfahren?

Nuklearmedizinische Diagnoseverfahren arbeiten mit schwach radioaktiven Substanzen einer sehr geringen Halbwertszeit. Das bedeutet, dass sie schnell in nicht mehr strahlende Elemente zerfallen. Ein häufig verwendetes Isotop ist zum Beispiel Technetium 99m, von dem nach 36 Stunden gerade noch 1 % zurückbleibt[1]

Dennoch sind solche Untersuchungen immer mit einer Strahlenbelastung für den Körper verbunden, die im ungünstigsten Fall auch einen Tumor auslösen könnte. Zum Vergleich: Die Dosis bei einer Szintigraphie ist etwa so groß wie bei einer normalen Röntgenuntersuchung, die Strahlenbelastung bei einer PET entspricht der eines 2-wöchigen Skiurlaubs im Hochgebirge[2].

Die Untersuchungen selbst sind völlig schmerzfrei – lediglich an der Einstichstelle können in seltenen Fällen Schmerzen auftreten. Manche Tracer verursachen einen bitteren Geschmack, was zwar unangenehm sein kann, aber harmlos ist.

Schwangere, Kinder und Jugendliche sollten besonders vor Strahlenbelastung geschützt werden. Daher sollten Sie in den ersten 24 bis 48 Stunden nach der Untersuchung Abstand zu diesem Personenkreis einhalten.

Schmuck wie Ohrringe, Piercings etc. können – je nach untersuchter Region – die Aussagekraft der Bilder beeinträchtigen und sollten daher vor der Untersuchung abgelegt werden.

Weisen Sie Ihren Arzt auf jeden Fall darauf hin, wenn bei Ihnen eine Diabetes-Erkrankung (Zuckerkrankheit) vorliegt, wenn bei Ihnen Nierenprobleme oder Allergien bekannt sind, die Möglichkeit einer Schwangerschaft besteht oder wenn Sie stillen.

Quellenangaben
[1] Poster SPECT und SPECT/CT – Körperfunktionen werden sichtbar.

[2] M.Hoffmann, C.Lackner-Hawighorst, A. Fischer: Innere Medizin: EXPRESS Pflegewissen; Thieme, Stuttgart (Gebundene Ausgabe - 9. September 2009, S. 45)